Schlagzeug

Generell gilt es zwischen akustischen und elektronischen Schlagzeugen zu unterscheiden. Eine Standard-Ausführung umfasst bei beiden Varianten in der Regel fünf Trommeln: Snare, Bass Drum und drei Tom Toms. Hinzu kommen drei Becken: Hi Hat, Ride und Crash. Weitere Instrumente sind optional, gerade zu Anfang aber keineswegs nötig.
Schlagzeug Unterricht

Schlagzeugunterricht

Die individuelle Wahl zwischen akustischem und elektonischem Schlagzeug hängt neben den klanglichen Aspekten meist von der Lautstärke ab. Ein akustisches Schlagzeug ist ein „lebendes“ Instrument und bietet ein enormes Dynamik-Spektrum. Elektronische Schlagzeuge hingegen lassen sich aufgrund der Kopfhörer-Möglichkeit wesentlich leiser betreiben und bieten oft „studiotaugliche“ Klänge.

Erlernen kann man das Schlagzeugspiel auf beiden Instrumenten-Typen. Da der Unterricht wöchentlich wechselnd in unserem „Akustik-“ und „Elektronikraum“ stattfindet, kommen alle SchülerInnen in regelmäßigen Kontakt mit beiden Instrumenten-Arten.

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Einstiegsalter/Altersgrenze

Gerade das sich aus vielen einzelnen Instrumenten zusammensetzende Schlagzeug bietet die Möglichkeit eines an den jeweiligen Körperbau angepassten Aufbaus. Aufgrund der erforderlichen Koordination und vor allem der zum Spiel der Instrumente nötigen Mindestlänge der Gliedmaßen empfehlen wir einen Einstieg aber erst ab einem Mindestalter von etwa 7 oder 8 Jahren. Zu spät ist es hingegen nie, auch 60 oder mehr Jahre Lebenserfahrung stellen keinen Hinderungsgrund für einen Neubeginn dar, im Gegenteil!

Kleine Kaufberatung

Tipps zum Instrumentenkauf

Das akustische Schlagzeug besteht in der Regel aus drei verschiedenen Komponenten-Gruppen: den Trommeln, den Becken und der Hardware (Stative und Hocker). Ähnlich verhält es sich bei den elektronischen Schlagzeugen, nur dass dort die Trommeln je nach Preisklasse aus sogenannten Pads mit Gummi- oder Fell-Schlagflächen bestehen. Da die Palette der angebotenen Instrumente eine überaus große ist, empfiehlt sich vor dem Kauf in jedem Fall ein eingehenderes Beratungs-Gespräch mit dem Fachhandel und den LehrerInnen.

Einige grundlegende Infos – vor allem zu den akustischen Schlagzeugen – gibt es aber bereits an dieser Stelle:

Die Maße der Schlaginstrumente werden in Zoll (abgekürzt: “, ein Zoll entspricht gerundet 2,54 cm) angegeben, wobei in Deutschland im Gegensatz zu den USA an erster Stelle der Durchmesser und an zweiter die Kesseltiefe steht. Eine Trommel mit den Maßen 14“ x 6,5“ besitzt also einen Durchmesser von 14“ und eine Tiefe von 6,5“.

Die meisten Trommelkessel bestehen aus Holz, wobei es auch zahlreiche andere Materialien gibt (z.B. Stahl, Kupfer, Aluminium, Acryl, etc.). Der Klang ist überwiegend Geschmackssache, mit Holz kann man aber nichts falsch machen.

Vor allem bei jungen/kleinen SchülerInnen ist aus Gründen einer besseren Erreichbarkeit der Instrumente sowohl kleineren Durchmessern als auch geringeren Kesseltiefen der Vorzug zu geben.

Die kleineren Instrumente klingen keineswegs schlechter, ganz im Gegenteil, sie sind oft leichter zu stimmen und bieten bei entsprechend tiefer Stimmung trotzdem einen „fetten“ Sound.

Generell gilt: Lieber ein wenig länger sparen und dann besseres Material kaufen, als ein „Rundum-Sorgenfrei-Paket“ zum Discount-Preis erwerben. Die „Schallgrenze“ für ein wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis bei einem neuen Basis-Schlagzeug (Trommeln und Hardware) liegt je nach Hersteller, Ausführung und Händler bei etwa 800,- bis 1.000,- Euro. Derartiges Material verspricht aufgrund hochwertiger Verarbeitung bei guter Pflege – auch ein Schlagzeug will „lieb gehabt“ werden! – sowohl eine lange Nutzungsdauer als auch einen entsprechenden Wiederverkaufswert.

Generell darf man davon ausgehen, dass fast alle Hersteller in dieser Preisklasse gute Ware liefern. Wer ein „billiges“ Schlagzeug neu kauft bekommt in der Regel auch einen entsprechenden Gegenwert und sollte einkalkulieren, dass die Frustrationsgrenze (Klang, Funktionalität, Ersatzteilversorgung und letztlich die Motivation zu Spielen/zu Üben) entsprechend niedriger liegt als bei einem Qualitätsartikel.

Während sich günstige Trommeln durch gute Felle deutlich im Klangverhalten aufwerten lassen – ein Satz guter Schlagfelle beläuft sich auf ca. 80,- bis 100,- Euro – , sieht es bei den Becken anders aus: „Billige“ Becken klingen in der Regel auch so und einen guten Satz gibt es ab etwa 300,- Euro.

Der Kauf beim Händler vor Ort mag im Einzelfall etwas teurer ausfallen, bietet dafür aber auch einen lokalen Ansprechpartner. Dieser wird im Reklamationsfall tätig, ohne dass die Ware erst zum Versender oder weit entfernten Händler retourniert werden muss.

Konkrete Gebraucht-Angebote finden sich oft am „Schwarzen Brett“ im Eingangsbereich unserer Musikschule und weitere Tipps gibt es auch hier bei unseren Lehrenden.

Schlagzeug mieten?

Im Schlagzeugbereich ist es uns aus logistischen Gründen leider nicht möglich, Mietinstrumente zur Verfügung stellen. Allerdings können hier bisweilen die Lehrerinnen und Lehrer über ihre jeweiligen Kontakte weiterhelfen und natürlich ist auch der örtliche Musikalienhandel ein geeigneter Ansprechpartner.

Generell gilt es hier aber auch, das schon beim Thema „Üben“ Angeschnittene zu berücksichtigen: Auf Dauer macht die Auseinandersetzung mit einem Instrument nur dann wirklich Sinn, wenn man über ein eigenes Schlagzeug bzw. eine regelmäßige Übemöglichkeit verfügt.

Tipps zum Üben

Auch wenn der ehemalige Schlagzeuger von Marius Müller-Westernhagen, Charlie Terstappen, schon vor Jahrzehnten im Scherz von sich zu geben beliebte: „Wer übt, fällt den Kollegen in den Rücken!“ – ohne ein regelmäßiges Üben kann die Auseinandersetzung mit jedem Instrument nur eine höchst oberflächliche bleiben. Dies gilt besonders auch für das Schlagzeugspiel, das die Einübung bisweilen recht komplexer Bewegungsabläufe aller vier Gliedmaßen beinhaltet. Voraussetzung hierfür ist in erster Linie das Vorhandensein eines geeigneten eigenen Instruments. Allerdings beschränkt sich das Üben keineswegs nur auf das Schlagzeug selbst, auch z.B. das bewusste Hören und Analysieren von Musik oder das Lesen von Noten fördern die Fähigkeiten.

Natürlich ist es meist kaum machbar, jeden Tag und zu jeder Uhrzeit zu üben. Trotzdem gilt als Faustregel: „Qualität geht vor Quantität!“ Der persönliche Erfolg ist einfach ungleich größer, wenn man jeden Tag 20 Minuten mit voller Konzentration und ganzem Herzen bei der Sache ist, als wenn eine zweistündige Sitzung am Samstagnachmittag die Versäumnisse einer gesamten Woche ausgleichen soll. Also: Regelmäßigkeit und Konzentration garantieren den größten Erfolg.

Klar ist: Das Üben soll Spaß machen, auch wenn sich schwierigere Passagen oder Bewegungsabläufe oftmals nur durch „endloses“ Wiederholen verinnerlichen lassen. Tipps zum kreativen Umgang hiermit gibt es – auch für die Eltern – von unseren Lehrerinnen und Lehrern.

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