Blockflöte Unterricht
Funde weisen Frühformen (Knochenflöte) seit der Steinzeit nach. Die erste hohe Zeit der Flöten begann im 14./15. Jahrh. in Form der Renaissanceblockflöten.
Diese waren schlichter gearbeitet als die späteren Barockflöten, hatten größere Löcher und einen geringeren Tonumfang. Der Klang dieser Flöten war allerdings etwas voller und tragender, was der ruhigeren Musik dieser Zeit entgegenkam.
Die Musik des 17./18.Jahrh. war schneller, beschwingter, virtuoser. Die Flöten wurden kleiner und fallen bis heute durch ihre kunstvoll verzierte Form ins Auge. Aus Holz gearbeitet gibt es sie in verschiedenen Größen und Tonhöhen, von der kleinen Sopranino(ca.24 cm) über Sopran, Alt, Tenor, Bass, Grossbass bis zum Subbass(ca.192 cm).
Heute wird im Unterricht mit Barockflöten und deren Griffweise gearbeitet. Man beginnt in der Regel
mit der Sopranblockflöte, da sie besonders für Kinder gut zu greifen ist. Es ist zunächst auch leichter, einen Ton zu bilden als beispielsweise auf Klarinette oder Oboe.
Die Literatur bietet viele Kinder -und Volkslieder an. Ziel ist dann das mehrstimmige Musizieren in der Gruppe mit Flöten einer Lage, im Quartett mit Sopran-Alt-Tenor-und Bass oder auch gemeinsam mit anderen Instrumenten.
Man tut der Blockflöte also Unrecht, wenn man sie nur als Einsteigerinstrument sieht. Auch die Flöte hat einen hohen künstlerischen Anspruch sowohl in kammermusikalischen Zusammenhängen als auch in folkloristischen Bands.
Wirklich professionelles Spielen erfordert viel Übung und jahrelanges Training, sodass man auch mit der Blockflöte sein „Instrument fürs Leben“ finden kann.